Agenturmeldung vom 24.05.2019, 14:15

Spahns Impfpflicht-Pläne reichen Kinderärzten nicht aus

Weimar (dpa) - In der Debatte über eine Masern-Impfpflicht für Kinder verlangt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) eine weitergehende Lösung. Eine Impfpflicht müsse neben Masern auch andere Krankheiten wie Keuchhusten oder Pneumokokken-Infektionen umfassen, sagte Verbandspräsident Thomas Fischbach am Freitag in Weimar. Außerdem nötig seien ein nationales Impfregister und umfassende Beratungsangebote für Eltern.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, nach dem eine Masern-Impfpflicht für Kinder in Kindergärten und das Personal in Kitas und Schulen ab März 2020 kommen soll. In Weimar begann am Freitag ein Kongress für Kinder- und Jugendmedizin. Der BVKJ ist die berufliche Interessenvertretung der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland. Ihm gehören eigenen Angaben zufolge 12 000 Ärzte an.