Agenturmeldung vom 19.03.2020, 10:55

Kassenärzte erwarten vorerst Entspannung bei Schutzmasken

Berlin (dpa) - Deutschlands Kassenärzte können millionenfach auf neue Schutzausrüstung gegen eine Coronavirus-Infektion hoffen. An diesem Donnerstag werde es erste neue Lieferungen geben, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, in Berlin. KBV-Vize Stephan Hofmeister sagte, rund zehn Millionen Schutzmasken seien nun von Herstellern geliefert worden. Sie würden über das Bundesgesundheitsministerium und die Kassenärztlichen Vereinigungen an Praxen, Bereitschaftsdienste und Stellen für Testabstriche verteilt. Gassen sagte, viele Hersteller würden die Praxen direkt mit Desinfektionsmittel mit Mengen „im Fünf-Liter-Bereich“ direkt beliefern. Es gebe genügend Desinfektionsmittel.

Eindringlich riefen die Kassenärzte dazu auf, die ambulante Versorgung nicht zu gefährden. „Wir sind von normal weit entfernt“, sagte Gassen. Die Praxen bildeten einen Damm. Breche dieser Damm, würden Deutschlands Krankenhäuser überfordert sein wie dies in Italien schon der Fall sei. „Wir tun alles dafür, dass dieser Damm hält.“ Die Bürgerinnen und Bürger rief Gassen deshalb auf: „Bleiben Sie gesund und bleiben Sie zuhause.“ Einzelne Praxen seien bereits wegen Quarantänemaßnahmen beim Personal geschlossen, aber es seien noch nicht viele.