Agenturmeldung vom 02.05.2022, 14:35

Regierung will Kliniklandschaft reformieren - Neue Kommission

Berlin (dpa) - Mit einer neuen Kommission will die Bundesregierung grundlegende Reformen bei Deutschlands Krankenhäusern anstoßen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) berief die "Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung" am Montag in Berlin.

Laut Koalitionsvertrag sollen Reformen im Klinikbereich unter anderem dazu dienen, die Krankenhäuser stärker nach Versorgungsstufen zu ordnen. Genannt sind eine Primär-, Grund-, Regel- und eine Maximalversorgung sowie Uniklinika. Die Krankenhausplanung soll an guter Erreichbarkeit der Kliniken und der demografischen Entwicklung mit einem steigenden Anteil der Älteren in Deutschland orientiert sein.

Besetzt ist die Kommission mit 15 Expertinnen und Experten sowie einem Koordinator. Stellungnahmen sollen erarbeitet werden, die Reformen soll es ab 2023 geben. Lauterbach kündigte an, dass die Kommission ein Arbeitsgremium sein solle, dessen Arbeit nicht mit einem einzelnen Bericht ende. Laut Gesundheitsministerium zeigte sich vor allem auch in der Corona-Pandemie Handlungsbedarf im Kliniksektor.