197 Klinikfusionen ...

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Foto: Krankenhausstation

18.07.16 (ams) ... hat das Bundeskartellamt von 2004 bis 2015 genehmigt. So steht es in dessen Jahresbericht 2015 im Kapitel Gesundheitswirtschaft. Insgesamt hatte das Kartellamt in diesem Zeitraum über 230 Zusammenschlüsse von Krankenhäusern geprüft. Sieben Fusionen wurden untersagt. In den übrigen Fällen lag entweder keine Kontrollpflicht vor oder die Verfahren sind noch nicht abgeschlossen. Wenn Kliniken fusionieren, muss das jedoch nicht zwingend bedeuten, dass ein Standort geschlossen wird.

Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben existiert im Klinikbereich zwar kaum Preiswettbewerb. Ziel der Fusionskontrolle ist es in erster Linie, den Wettbewerb um die Qualität der Versorgung der Patienten zu erhalten. Allerdings ist damit nicht Qualität der Behandlung gemeint. Für das Bundeskartellamt ist entscheidend, dass den Patienten auch nach einer Fusion noch hinreichende Auswahlalternativen zur Verfügung stehen.

Beispielsweise wird der Markt der Akutkrankenhäuser abgegrenzt vom Markt für Rehabilitationseinrichtungen oder von Alten- und Pflegeheimen. In räumlicher Hinsicht werden nur Krankenhäuser in eine Prüfung einbezogen, die aus Sicht der Patienten eine Versorgungsalternative darstellen und beispielsweise nicht zu weit entfernt liegen. Hierfür werden unter anderem die Patientenströme analysiert.


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