876 Millionen Euro ...

Zahl des Monats

12.01.17 (ams) ... haben die gesetzlichen Kranklenkassen 2015 für ergotherapeutische Leistungen ausgegeben, 42 Millionen Euro mehr als 2014. Das zeigt der Heilmittelbericht 2016 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Insgesamt entfielen damit etwa 14 Prozent der Heilmittelausgaben auf die Ergotherapie. Die durchschnittlichen Kosten für eine ergotherapeutische Leistung lagen bei 275,51 Euro, mit Zusatzleistungen wie etwa Hausbesuchspauschale oder Wegegeld bei 305,25 Euro.

Am häufigsten wurde Ergotherapie aufgrund sogenannter sensomotorisch-perzeptiver beziehungsweise aufgrund motorisch-funktioneller Störungen verschrieben. Dazu zählen beispielsweise Probleme mit der Körperhaltung, -bewegung und Feinmotorik oder Schwierigkeiten bei der Verarbeitung von Sinneseindrücken.

Zehn Prozent aller Jungen und rund vier Prozent aller Mädchen im Alter von fünf bis neun Jahren waren 2015 in einer ergotherapeutischen Behandlung. Auf Kinder dieser Altersgruppe entfielen damit mit Abstand die meisten ergotherapeutischen Maßnahmen, gefolgt von Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren (Jungen 3,9 Prozent, Mädchen 1,9 Prozent). Die Zahl der ergotherapeutischen Behandlungen bei Kindern hat im Vergleich zum Vorjahr allerdings leicht abgenommen. Entfielen 2014 auf 1.000 versicherte Jungen im Grundschulalter noch 307 Leistungen, waren es 2015 nur noch 294. Bei Mädchen sank die Quote von 133 auf 125 Leistungen je 1.000 Versicherte.

Die Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für Heilmittelleistungen beliefen sich 2015 auf etwas mehr als sechs Milliarden Euro. Damit sind die Ausgaben in den vergangenen zehn Jahren um 60,5 Prozent gestiegen. Die allgemeinen Leistungsausgaben legten im gleichen Zeitraum nur um knapp 47 Prozent zu.


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