Ist die Konzertierte Aktion Pflege auf dem richtigen Weg, Frau Szepan?

ams-nachgefragt: Nadine-Michéle Szepan, Leiterin der Abteilung Pflege im AOK-Bundesverband und Mitglied der KAP

Foto: Nadine-Michéle Szepan

15.02.19 (ams). "Bereits erste Ergebnisse hat die Konzertierte Aktion Pflege (KAP) Ende Januar verabschiedet. Wie vorgesehen, haben die drei Bundesminister, die an der Konzertierten Aktion Pflege maßgeblich beteiligt sind – Familienministerin Franziska Giffey, Gesundheitsminister Jens Spahn und Arbeitsminister Hubertus Heil –, erste Maßnahmen vorgestellt. Mit einem gemeinsamen 111-Punkte-Programm wurden Selbstverpflichtungen und eine Ausbildungsoffensive vereinbart, um die Ausbildungsreform von Pflegefachkräften erfolgreich umzusetzen. Damit soll erreicht werden, dass die Zahl der Ausbildungsstätten und die Zahl der Auszubildenden bis 2023 um zehn Prozent steigen. Außerdem sollen 5.000 Weiterbildungsplätze zur Nachqualifizierung von Pflegehelfern zur Verfügung gestellt werden. Dieses Programm ist ein Ergebnis der Arbeitsgruppe 1, die sich dem Themenkomplex Ausbildung und Qualifizierung widmet. Es gibt in der Konzertierten Aktion vier weitere Arbeitsgruppen.

Die Arbeitsgruppe 2 beschäftigt sich mit den Themen Personalmanagement, Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung, die AG 3 mit Innovativen Versorgungsansätzen und Digitalisierung. In der AG 4 geht es um die Gewinnung von Pflegefachkräften aus Drittstaaten, also um die Frage, welche Bedingungen die Rekrutierung und den Einsatz von Pflegefachkräften aus dem Ausland behindern und welche diese fördern könnten. Die AG 5 diskutiert die Entlohnungsbedingungen in der Pflege. In den meisten dieser Arbeitsgruppen gibt es durchaus Fortschritte, auch wenn die Perspektiven und Interessen der Beteiligten aus Kassen, Pflegeverbänden, Arbeitgebern, Gewerkschaften, Betroffenen-verbänden und Ländervertretern unterschiedlich sind. Laut Arbeitsplan sollen die Arbeitsgruppen im April 2019 ihre Aufträge abgearbeitet haben, damit die Konzertierte Aktion Pflege im Juni ein Gesamtkonzept präsentieren kann."


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