Rund 2,8 Milliarden Euro jährlich ...

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Grafik: 100-Euro-Scheine - stq

18.09.19 (ams). ... holen die Krankenkassen laut Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) durch die erfolgreiche Beanstandung fehlerhafter Krankenhausabrechnungen zurück – bei einer durchschnittlichen Prüfquote von 17,1 Prozent. Mindestens 1,2 Milliarden Euro wird das Gesetz für bessere und unabhängigere Prüfungen (MDK-Reformgesetz) die Beitragszahler zur GKV nach Schätzungen des Verbandes kosten. In dieser Größenordnung würden künftig fehlerhafte Klinikabrechnungen von den Krankenkassen nicht mehr geprüft werden müssen, kritisiert der GKV-Spitzenband.

Ab 2020 sollen die Prüfungen von Krankenhausabrechnungen durch Krankenkassen begrenzt werden. Krankenkassen dürften auffällige Krankenhausabrechnungen dann nur noch bis zu einer bestimmten Quote prüfen. Entscheidend ist dabei, wie hoch die Zahl der Fehler im davorliegenden Quartal waren. Je geringer, desto niedriger ist auch die Quote. Alle anderen Rechnungen müssen sie ignorieren, auch wenn es Hinweise auf Fehler gibt.

Bisher filtern Krankenkassen falsche Rechnungen der Krankenhäuser heraus und holen damit jährlich rund 2,8 Milliarden Euro ins System zurück. Mit einer durch das MDK-Reformgesetz geplanten maximalen Prüfquote von zehn Prozent je Krankenhaus für 2020 werde das nicht mehr möglich sein, prognostiziert der Verband.


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