Für sieben Behandlungen ...

Zahl des Monats

Foto: Operateure bei der Arbeit am OP-Tisch

26.11.19 (ams) ...  gibt es aktuell gesetzlich vorgegebene Mindestmengen, die ein Krankenhaus jährlich erbringen muss, damit es diese Leistungen auch zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abrechnen darf. Es handelt sich dabei um besonders anspruchsvolle und komplizierte Eingriffe, bei denen das Risiko der Patienten für schwere Komplikationen besonders hoch ist.  Derzeit sind dies die Implantation künstlicher Kniegelenke (50 Fälle pro Jahr), Transplantationen von Leber (20), Niere (25) und Stammzellen (25), komplexe Operationen an Speiseröhre (10) und Bauchspeicheldrüse (10) sowie die Versorgung Früh- und Neugeborener mit einem Geburtsgewicht von unter 1.250 Gramm (14).

Mit einer bundesweiten "Mindestmengen-Transparenzkarte" gibt die AOK erstmals einen Überblick über alle Kliniken, die im kommenden Jahr Mindestmengen-relevante Operationen mit besonders hohen Risiken für die Patienten durchführen dürfen. Die Karte im Internetauftritt des AOK-Bundesverbandes enthält auch die von den Kliniken aktuell gemeldeten Fallzahlen für alle sieben Behandlungen, zu denen gesetzliche Mindestmengen-Vorgaben existieren.

"Mit unserer Online-Karte geben wir Patienten Orientierung, welche Kliniken die Mindestmengen-Regelung einhalten - aber wir zeigen auch, wo Klinikärzte erstmals oder auf Basis von Ausnahmegenehmigungen des Landes operieren", erläutert Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. "Vor allem die bisher unveröffentlichten Fallzahlen aus den letzten anderthalb Jahren können Patienten, die vor einer planbaren Operation stehen, bei der Wahl einer passenden Klinik helfen", so Litsch weiter.


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