7,1 Millionen Menschen ...

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Foto: Diabetiker setzt sich Spritze in den Bauch

13.12.19 (ams). ... in Deutschland leiden laut Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) an Diabetes-Typ-2. Das sind 8,6 Prozent der insgesamt 82,7 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.  Der Gesundheitsatlas dokumentiert auch große regionale Unterschiede. In Hamburg und Schleswig-Holstein etwa liegen die Erkrankungsraten mit 6,4 beziehungsweise 7,3 Prozent am niedrigsten. Die östlichen Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen weisen dagegen verhältnismäßig hohe Raten von jeweils mehr als 11,5 Prozent auf.

Auf der Ebene der Kreise und kreisfreien Städte sind diese Unterschiede noch deutlicher ausgeprägt. Die Erkrankungsraten reichen von 4,8 Prozent beziehungsweise 4,9 Prozent in den baden-württembergischen Städten Heidelberg und Freiburg bis zu 14,9 beziehungsweise 15,4 Prozent in den brandenburgischen Landkreisen Elbe-Elster und Prignitz. Aber nicht nur im Osten, sondern auch in einigen Kreisen des Saarlands, Rheinland-Pfalz’, Nordbayerns, Nordrhein-Westfalens und Hessens zeigen sich Erkrankungsraten, die deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegen.

Von den 7,1 Millionen Menschen mit Typ-2-Diabetes in Deutschland sind mehr als die Hälfte über 70 Jahre alt. In den Altersgruppen zwischen 80 und 90 Jahren sind mehr als ein Drittel der Männer und Frauen von der Krankheit betroffen.

Für den Gesundheitsatlas ist ein innovatives Hochrechnungsverfahren verwendet worden, das vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) in Zusammenarbeit mit der Universität Trier entwickelt wurde. Es erlaubt auf Basis der Abrechnungsdaten der AOK-Versicherten zuverlässige Aussagen zu Krankheitshäufigkeiten in der Gesamtbevölkerung bis auf die Ebene der 401 Landkreise und kreisfreien Städte. Unterschiede zwischen den AOK-Versicherten und der Gesamtbevölkerung in Bezug auf Alter, Geschlecht und Krankheitshäufigkeit werden dabei durch ein neues statistisches Verfahren herausgerechnet. Erklärtes Ziel dieser Analysen ist es, den Akteuren vor Ort fundierte Informationen über das Krankheitsgeschehen in ihrer Region bereitzustellen.


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