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Zehn Millionen Euro für Coronavirus-Forschung

EU-Ticker

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25.02.20 (ams). Die EU-Kommission stellt zehn Millionen Euro zur Erforschung der Coronavirus-Krankheit zur Verfügung. Das Geld kommt aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm "Horizont 2020". Laut Mitteilung werden bis zu vier Forschungsprojekte unterstützt. Ziel ist es laut EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides und ihrer für Forschung zuständigen Kommissionskollegin Mariya Gabriel, "die Erforschung der Coronavirus-Epidemie voranzubringen und die klinische Versorgung von Patienten, die mit dem Virus infiziert sind und die Reaktionsfähigkeit des öffentlichen Gesundheitswesens zu verbessern". Dank des Programms "Horizont 2020" sei es möglich, bei Notfällen im Bereich der öffentlichen Gesundheit schnell Geld zu mobilisieren. Der Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, Janez Lenarcic, sagte: "Es ist entscheidend, dass sich die gesamte internationale Gemeinschaft auf die Bereitschafts- und Reaktionsbemühungen zur Bekämpfung des Coronavirus konzentriert und dabei die internationale Solidarität im Auge behält."

Immer mehr Europäer leben und arbeiten in anderen EU-Ländern

25.02.20 (ams). Mittlerweile leben 4,2 Prozent der EU-Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in einem anderen EU-Land. Das geht aus dem neuen Jahresbericht der EU-Kommission zur Arbeitsmobilität in der Union hervor. Danach machten 2018 rund 17,6 Millionen EU-Bürger von ihrem Recht Gebrauch, in einem anderen EU-Land zu leben und zu arbeiten oder sich dauerhaft in einem anderen Mitgliedstaat aufzuhalten. Nach Deutschland kamen danach 318.000 EU-Bürger, 163.000 Deutsche gingen ins EU-Ausland. "Die Zahlen sind besonders mit Blick auf den Brexit interessant", sagt AOK-Europaexperte Evert Jan van Lente. "Die Hälfte aller EU-Zuwanderer zog nach Deutschland oder ins Vereinigte Königreich. Auf der Insel diskutiert man jetzt über die Einwanderungsregeln ab 2021. Das Land ist aber mehr denn je auf ausländische Kräfte in der medizinischen Versorgung und Pflege angewiesen."

EU will Kampf gegen Krebs verstärken

25.02.20 (ams). Die Europäische Union will mehr tun, um Krebserkrankungen zurückzudrängen. Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar hat die EU-Kommission eine öffentliche Konsultation gestartet. Die Ergebnisse der offenen Befragung sollen in einen europäischen Plan zur Krebsbekämpfung einfließen, der bis Ende dieses Jahres vorliegen soll. EU-Bürgerinnen und -Bürger sowie Interessenvertreter haben bis zum 28. April 2020 Zeit, eigene Vorstellungen einzubringen. Der Plan zur Krebsbekämpfung umfasst laut EU-Kommission die Schwerpunkte Prävention, Früherkennung und Diagnose, Behandlung und Versorgung sowie Lebensqualität. Es geht um bessere Ernährung und das Eindämmen umweltbedingter Risikofaktoren, um bessere Screening-Programme und den Zugang zu hochwertiger Behandlung und neuen Therapien sowie die Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Medikamenten und mehr Geld für die Forschung. Zu Gast bei der Konferenz des Europaparlamentes zum Start der Konsultation war auch EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. "Sie hat selbst eine Krebserkrankung überwunden und deshalb auch die Lebensqualität der Betroffenen im Blick. Sie will auch gegen Diskriminierung vorgehen, zum Beispiel bei der Vergabe von Darlehen oder Versicherungsverträgen", erläutert Europaexperte Evert Jan van Lente, der für die AOK an der Parlamentsveranstaltung teilnahm.


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