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Kurzmeldungen

ams-Politik 01/21

Große Mehrheit sorgt sich wegen der Umwelt um Gesundheit

20.01.21 (ams). Mehr als drei Viertel der Menschen in Deutschland befürchten, dass Umweltverschmutzung die Gesundheit nachfolgender Generationen beeinträchtigen wird. Über ein Drittel sieht bereits heute die eigene Gesundheit stark oder sehr stark belastet. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) unter 3.000 Teilnehmern. "Jetzt ist die Politik gefragt", betonen die Autoren der Studie, Klaus Zok vom WIdO und Dr. Kai Kolpatzik vom AOK-Bundesverband. Mehr Umweltgerechtigkeit zu schaffen, sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Wir als AOK müssen daher den Umweltaspekt nicht nur aus der Verantwortung als Arbeitgeber leben, sondern ihn auch als Anwalt unserer 27 Millionen Versicherten stärker in den Fokus rücken“, sagte Verbandschef Martin Litsch

Mandel-OPs: Neue Leitlinie bleibt ohne nennenswerten Effekt

29.12.20 (ams). In Deutschland wird im Falle einer chronischen Mandelentzündung offensichtlich immer noch zu früh operiert. Das legt eine aktuelle Datenanalyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) nahe. Die Auswertung zeige, dass eine konservative Therapie mit Antibiotika nach wie vor nicht ausgeschöpft werde, obwohl die Leitlinie zur Behandlung der Tonsillitis dies seit 2015 so vorsehe, kritisiert Christian Günster, Leiter des Bereichs Qualitäts- und Versorgungsforschung im WIdO. Das sei bei etwa der Hälfte der AOK-Versicherten der Fall, denen zwischen 2012 bis 2018 die Gaumenmandeln entfernt worden seien.

Covid-19: Erzieherinnen und Erzieher mit den meisten Krankschreibungen

21.12.20 (ams). Berufe in der Betreuung und Erziehung von Kindern haben zwischen März und Oktober 2020 mehr als doppelt so oft wegen einer Corona-Infektion am Arbeitsplatz gefehlt wie der Durchschnitt der Beschäftigten. Das zeigt eine Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten der AOK-Mitglieder durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO). Auch Gesundheitsberufe waren überdurchschnittlich oft betroffen, stehen aber nicht mehr an der Spitze des Rankings wie noch in der ersten Phase der Pandemie von März bis Mai 2020.


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