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Kurzmeldungen

ams-Politik 02/21

Mehr Überblick über Krankheiten in Deutschland

12.02.21 (ams). Ein neues Online-Angebot des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) schafft Transparenz zur Krankheitslage in Deutschland. Differenziert nach 96 Regionen bietet die Internetseite einen Überblick über die Verbreitung bedeutender Krankheiten. Die Nutzer erfahren, welche Region wie stark betroffen ist. Die epidemiologischen Kennzahlen sind auch nach Alter und Geschlecht abrufbar. Die zugrunde liegenden Daten wurden für das Innovationsfonds-Projekt "Burden 2020" ermittelt, das das WIdO gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut und dem Umweltbundesamt durchführt.

Ausweitung der Pflegepersonaluntergrenzen

01.02.21 (ams). Für vier weitere und damit insgesamt jetzt zwölf pflegeintensive Bereiche im Krankenhaus gelten seit dem ersten Februar Pflegepersonaluntergrenzen: in der Allgemeinen Chirurgie, der Inneren Medizin, der Pädiatrie und der Pädiatrischen Intensivmedizin. Mindeststandards der personellen Besetzung galten für die Intensivmedizin, Geriatrie, Kardiologie und Unfallchirurgie, Herzchirurgie, Neurologie, Neurologische Frührehabilitation sowie die Neurologische Schlaganfalleinheit. Diese acht waren wegen der Corona-Pandemie zeitweise ausgesetzt, gelten aber jetzt auch wieder vollumfänglich.

Gesundheitskompetenz geht in allen Altersgruppen zurück

27.01.21 (ams). Laut einer Studie des Interdisziplinären Zentrums für Gesundheitskompetenzforschung (IZGK) der Uni Bielefeld ist die Zahl der Bundesbürger gestiegen, die nach eigenen Angaben vor komplexen Gesundheitsinformationen kapitulieren. Der Vergleich repräsentativer Erhebungen der Jahre 2014 und 2020 belegt laut IZGK einen Zuwachs von 54,3 auf 64,2 Prozent. Der Anstieg betreffe alle Altersgruppen. "Im Unterschied zur Erhebung 2014 schneiden aber 2020 die jüngeren Altersgruppen deutlich schlechter ab", erläutern die Studienautoren. Zugleich habe sich der Zusammenhang zwischen Bildungsstand, sozialem Status und der Ausprägung der Gesundheitskompetenz weiter verstärkt. AOK-Experte Dr. Kai Kolpatzik sprach von einem "neuerlichen Alarmsignal". "Die Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch", sagte Kolpatzik mit Blick auf den Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz, an dessen Erarbeitung der AOK-Bundesverband maßgeblich beteiligt war.


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