Lesedauer: 1 Minute

Neues aus dem Gemeinsamen Bundesausschuss

ams-Politik 08/21

GBA passt Bedarfsplanung an aktuelle Krankenlast der Bevölkerung an

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat Details bei der Bedarfsplanung für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten an die aktuellen Verhältnisse in Deutschland angepasst. Mit Hilfe der Bedarfsplanung sollen Niederlassungsmöglichkeiten dort ausgewiesen werden, wo sie benötigt werden. So sollen Versicherte, unabhängig von ihrem Wohnort, eine bedarfsgerechte ambulante Versorgung erhalten. In diesem Zusammenhang hat der GBA den sogenannten Morbiditätsfaktor in diesem Jahr zum ersten Mal verändert, der 2019 mit der Reform der Bedarfsplanung eingeführt wurde. Dieser sorgt dafür, dass eine veränderte Krankenlast (Morbidität) der Bevölkerung sowie regionale Unterschiede in der Bedarfsplanung sichtbar werden. Bezogen auf einzelne Arztgruppen heißt das, dass rund 260 zusätzliche Stellen für Hausärzte ausgewiesen werden können. "Entscheidend ist, ob es vor Ort gelingt, auch niederlassungswillige Ärztinnen und Ärzte zu finden. Mit Blick auf die Altersstruktur der heute praktizierenden Hausärztinnen und Hausärzte drohen hier mancherorts ernsthafte Versorgungsprobleme", sagte Professor Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des GBA und Vorsitzender des Unterausschusses Bedarfsplanung.


Zum ams-Politik 08/21