ams-Foto: Gründlich nachschauen

Ein gründlicher Blick in den Rachen reicht oft schon aus, um festzustellen, ob die Mandeln entzündet sind. Ob dann operiert wird oder nicht, ist in Deutschland regional sehr verschieden. Diesen Schluss lassen Zahlen des Versorgungs-Reports 2015 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zu. Die Analysen des WIdO basieren auf Daten von AOK-Patienten bis 24 Jahren, bei denen im Krankenhaus entweder eine Mandelentfernung (Tonsillektomie) oder eine Teilentfernung der Mandeln (Tonsillotomie) durchgeführt wurde. "Die hohen Unterschiede zwischen den Regionen können nicht allein medizinische Gründe haben", sagt Jürgen Klauber, WIdO-Geschäftsführer und Mitherausgeber des Versorgungs-Reports. Er fordert daher dazu auf, "die Indikationsstellung stärker zu hinterfragen".
 

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