Was Gesundheitsförderung von Prävention unterscheidet

ams-Serie "Gesund und aktiv" (1)

25.01.16 (ams). Ob im Kindergarten, im Betrieb oder bei individuellen Kursangeboten - die AOK engagiert sich auf vielfältige Weise für die Gesundheit ihrer Versicherten. Vieles, was das Anfang 2016 in Kraft getretene "Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention" (Präventionsgesetz) vorsieht, bietet die Gesundheitskasse bereits seit Jahren an. "86 Prozent aller Präventionsprogramme 2014 der gesetzlichen Krankenkassen in den Lebenswelten Kita und Schule wurden von der AOK umgesetzt. Wir setzen dabei auf Qualität, um unseren Versicherten einen gesunden Alltag in ihren Lebenswelten zu ermöglichen", sagt Anke Tempelmann, stellvertretende Leiterin der Präventionsabteilung im AOK-Bundesverband. Doch was bedeuten die Begriffe Gesundheitsförderung und Prävention eigentlich? AOK-Präventionsfachfrau Tempelmann gibt einen Überblick.

Weitere Infos zu AOK-Angeboten der Gesundheitsförderung und Prävention:

Gesundheitsförderung: Die zentrale Frage lautet hier: Was hält den Menschen gesund? Im Mittelpunkt steht also weniger die Krankheit und wie sie entsteht, sondern vielmehr die Förderung von Gesundheit. Gesundheitsförderung will dabei vor allem die Schutzfaktoren des Erwachsenen, des Kindes erhöhen, um die Widerstandsfähigkeit im Alltag zu stärken. Fitness, der Umgang mit Stress, eine ausgewogene Ernährung, ein gutes soziales Umfeld - all das soll die Ressourcen eines Menschen stärken und ihn fitter machen für die Belastungen in Beruf und Schule. So wird das Wohlbefinden gefördert und Menschen sind weniger anfällig für Krankheiten. Angebote der Betrieblichen Gesundheitsförderung zum rückengerechten Arbeiten gehören zum Beispiel dazu.

Prävention: Sie soll verhindern, dass Krankheiten entstehen und sich ausbereiten. Präventive Maßnahmen sind beispielsweise Impfungen oder Früherkennungsuntersuchungen. Unterschieden wird zwischen primärer, sekundärer und tertiärer Prävention.

  • Primäre Prävention: Hier wird vorgesorgt, indem Ursachen für bestimmte Krankheiten gemieden werden, aber auch indem Gesundheit insgesamt gefördert wird. Das können etwa Maßnahmen zur Stressbewältigung, zur ausgewogenen gesunden Ernährung oder Angebote in den Lebenswelten der Menschen sein.
  • Sekundäre Prävention: Es geht dabei darum, Krankheiten und deren Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen, zu erfassen und ein Fortschreiten zu verhindern. Dazu gehören beispielsweise Vorsorgeuntersuchungen, Nichtrauchertrainings, Abnehmprogramme und Bewegungsangebote zum Beispiel bei zu hohem Blutdruck, zu hohen Blutfettwerten oder ersten Beschwerden des Bewegungsapparates.
  • Tertiäre Prävention: Mit der Tertiärprävention sollen Komplikationen oder Folgeschäden einer bereits bestehenden Erkrankung begrenzt oder verhindert werden. Das kann etwa das moderate Herztraining sein, die Patientenschulung zur gesunden Ernährung eines Diabetikers oder eine Rehabilitation nach einer Krebserkrankung.

Zu den Leistungen, die die AOK ihren Versicherten bietet, gehören unter anderem Impfungen, Früherkennung von Krankheiten, Schwangerenvorsorge, Gesundheitskurse, Patientenschulungen sowie Gesundheitsförderung in Betrieben, Kitas und Schulen.

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