So machen Insekten keinen Stich

Tipps

  • Nicht hastig nach den Insekten schlagen und heftige Bewegungen vermeiden. Wespen stechen nämlich, sobald sie sich bedroht fühlen.
  • Auch das Wegpusten der Tiere ist nicht ratsam: Das im Atem enthaltene Kohlendioxid gilt im Wespennest als Alarmsignal.
  • Beim Essen im Freien sollten keine Süßigkeiten oder Fleisch herumliegen.
  • Verschließbare Behälter für Speisen und Getränke nutzen, damit nicht unbeobachtet Insekten hineinkrabbeln oder -fliegen.
  • Nicht aus offenen Flaschen oder Getränkedosen trinken, Trinkgläser abdecken.
  • Weite, fliegende Kleider, dunkle Farben und farbige Blumenmuster meiden.
  • Möglich ist eine sogenannte Ablenkfütterung. Nach Angaben des Naturschutzbunds Deutschland (NABU) eignen sich dazu überreife Weintrauben am besten. Fünf bis zehn Meter vom Ort des eigentlichen Geschehens entfernt aufgestellt, halten die Früchte die Wespen in Schach. Unverdünnte Marmelade oder reiner Honig wirken als Ablenkung weniger gut. Sie machen die Tiere aggressiv. Von Wespenfallen, die mit süßem Saft oder Bier gefüllt sind, rät der NABU ganz ab. Die Tiere sterben in der Flüssigkeit einen qualvollen Tod. Zudem gehen nur alte Tiere in die Falle. Das aktive Volk wird nicht dezimiert.
  • Parfums und stärker parfümierte Kosmetika meiden.
  • Vorsicht bei Gartenarbeiten: So viel wie möglich vom Körper bedecken (lange Ärmel, lange Hosen, Hut).
  • Nicht barfuß nach draußen gehen. Bienen lieben Klee und viele Wespen leben im Boden.
  • Die Nähe von Mülltonnen und Abfallkörben im Freien meiden.
  • An den Fenstern ein Insektengitter anbringen.
  • Immer Notfallset mitnehmen. Am besten auch einen Anaphylaxie-Pass und -Notfallplan.
  • Auch für Nichtallergiker gefährlich: ein Stich in Mund oder Rachen.
  • Eiswürfel lutschen, umgehend Arzt aufsuchen oder Rettungsdienst alarmieren.
  • Bei heftigen Reaktionen nach Mückenstichen: Kühlende Salben oder Gele auftragen.
     

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