Angebote für Menschen in der letzten Lebensphase

Palliativwegweiser der AOK gestartet

Screenshot: Palliativwegweiser

26.10.16 (ams). Schwerstkranke und sterbende Menschen brauchen eine besonders qualifizierte Versorgung und Betreuung. Doch wie findet man geeignete Einrichtungen und Hilfsangebote? Der neue bundesweite Palliativwegweiser der AOK hilft Betroffenen und Angehörigen, sich über Versorgungs- und Beratungsangebote in ihrer Nähe zu informieren.

Die neue Internetseite www.aok.de/palliativwegweiser umfasst mehr als 8.000 Einträge. Die Datenbank listet zurzeit

  • 238 stationäre Hospize
  • mehr als 600 Palliativstationen in Kliniken
  • etwa 1.000 Hospizdienste
  • knapp 400 Pflegedienste mit Schwerpunkt Palliativversorgung
  • 300 Teams der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV)
  • mehr als 4.500 Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin

Angaben zu Selbsthilfegruppen und Angeboten zur Telefonseelsorge ergänzen den Palliativwegweiser. Außerdem erhalten die Nutzer die Kontaktdaten der fast 700 Pflegeberater der AOK, die eine besondere Qualifikation zum Thema Palliativversorgung haben.


Sendefähige Radio-O-Töne mit Nadine-Michèle Szepan, Leiterin der Abteilung Pflege im AOK-Bundesverband

Wie die Suche mit dem Palliativwegweiser funktioniert

Download MP3

Welche Informationen und Tipps gibt es in dem Online-Portal?

Download MP3

Gezielte Suche möglich

Die Suchergebnisse lassen sich nach bestimmten Kriterien filtern. Die Nutzer können zum Beispiel gezielt nach ambulanten Angeboten zur Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen suchen. Darüber hinaus enthält der Palliativwegweiser weiterführende Informationen zu den verschiedenen Angeboten der Hospiz- und Palliativversorgung sowie zu den Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung.

"Mit dem Palliativwegweiser informiert die AOK ihre Versicherten als erste Krankenkasse auch online über Beratungs- und Hilfsangebote der Hospiz- und Palliativversorgung", sagt Nadine-Michèle Szepan, Leiterin der Abteilung Pflege im AOK-Bundesverband. "Wir ergänzen damit unser flächendeckendes Beratungsangebot."

Laut Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung haben Versicherte, die Hospiz- und Palliativversorgung benötigen, seit Dezember 2015 Anspruch auf individuelle Beratung und Hilfestellung durch ihre Krankenkasse. Außerdem sollen die Kassen über regionale Beratungs- und Versorgungsangebote informieren.

Die Palliativversorgung hat das Ziel, schwerstkranke und sterbende Menschen in der letzten Phase ihres Lebens umfassend und individuell zu betreuen - sowohl medizinisch als auch pflegerisch. Im Mittelpunkt der Versorgung steht die Linderung von Schmerzen und anderen belastenden Beschwerden.


Zum ams-Ratgeber 10/16