Gefährliche Webwerbung für süße Sachen

Aktuelle Studie

24.05.17 (ams). Mehr als 60 Prozent aller Webseiten für Lebensmittel beinhalten spezielle Elemente, mit denen Minderjährige gezielt zum Konsum animiert werden sollen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Hamburg im Auftrag des AOK-Bundesverbandes.

Auffällig dabei: Unter den 301 untersuchten Internetauftritten rangieren besonders viele Unternehmen, die sich auf EU-Ebene freiwillig dazu verpflichtet haben, auf das Kindermarketing ganz zu verzichten.

In den meisten Fällen handelt es sich zudem um Produkte mit zu hohem Zucker-, Salz- oder Fettgehalt, die das Risiko einer kindlichen Adipositas stark erhöhen. Mit täglich 90 Gramm pro Person bewegt sich der Zuckerkonsum in Deutschland auf einem sehr hohen Niveau.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empiehlt, den Zuckerkonsum auf zehn Prozent der täglichen Gesamtenergiezufuhrmenge zu begrenzen, das entspricht für Erwachsene höchstens circa 50 Gramm und für Kinder höchstens circa 25 Gramm pro Tag.


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