Gesundheit lässt sich lernen: Jetzt um den Berliner Gesundheitspreis 2019 bewerben

ams-Serie "Patientenwissen" (8)

Foto: Logo Berliner Gesundheitspreis 2019

30.08.18 (ams). Jeder zweite Mensch in Deutschland findet es schwierig, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen und im Alltag danach zu handeln. Die Folgen reichen von einem ungesunden Lebensstil mit falscher Ernährung und mangelnder Bewegung bis hin zu einem erhöhten Krankheitsrisiko. Der AOK-Bundesverband, die Ärztekammer Berlin und die AOK Nordost möchten das ändern und widmen den 12. Berliner Gesundheitspreis dem Thema Gesundheitskompetenz. Der Wettbewerb steht diesmal unter dem Motto "Gesundheit lässt sich lernen". Bewerben können sich Projekte, Ideen und Initiativen aus ganz Deutschland, die Menschen entsprechend ihren Bedürfnissen und Lebenslagen motivieren, Gesundheitsinformationen aktiv zu nutzen und so ihre Gesundheitskompetenz zu stärken. Die Bewerbungsfrist beginnt am 1. September und endet am 30. November 2018. Alle Informationen zum Berliner Gesundheitspreis sowie die Wettbewerbsunterlagen gibt es hier.
Der Preis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert. Mit dem Berliner Gesundheitspreis möchten die drei Initiatoren nicht nur auf erfolgreiche Projekte aufmerksam machen. "Uns ist es sehr wichtig, dass die Gewinnerprojekte des Berliner Gesundheitspreises praxistauglich sind. Schließlich ist nachahmen ausdrücklich erwünscht“, sagt Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. "Jedem von uns bieten sich heutzutage vielfältige Möglichkeiten, an Gesundheitsinformationen zu gelangen. Vor allem online finden sich Erfahrungsberichte neben Fachinformationen, Laienwissen neben Werbematerialien. Doch viele Menschen brauchen Hilfe, die Qualität dieser Informationen zu beurteilen und ihr Wissen in praktisches Handeln zu übersetzen. Mit einer Info-Broschüre ist es da nicht getan."

Berliner Gesundheitspreis

Der Berliner Gesundheitspreis ist ein bundesweiter Ideenwettbewerb und wird seit 1995 alle zwei Jahre von AOK-Bundesverband, Ärztekammer Berlin und AOK Nordost bundesweit ausgeschrieben. Der Innovationswettbewerb widmet sich jeweils einem ausgewählten Thema, das eine besondere Bedeutung für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung hat. Er soll dazu beitragen, vorbildliche Initiativen und Projekte bekannt zu machen und schnell in die Praxis zu bringen.

"Das zentrale Ziel ist es, die Menschen zu erreichen", betont auch Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin. "Die Handlungsfähigkeit von Patienten kann nur gestärkt werden, wenn auf die unterschiedlichen Informationsbedürfnisse und Handlungsmöglichkeiten beispielsweise von Menschen mit einer chronischen Erkrankung oder mit einem Migrationshintergrund auch unterschiedlich eingegangen wird." Darüber hinaus legt der Berliner Gesundheitspreis großen Wert darauf, dass die eingereichten Projekte wissenschaftlich fundiert und verständlich sind sowie sich in ihrer Qualität von unzureichenden Informationsquellen oder von kommerziellen Angeboten unterscheiden. "Auch innovative Projekte, die die Gesundheitsberufe dabei unterstützen, den unterschiedlichen Patientengruppen und ihren Angehörigen qualitätsgesichertes Know-how zu vermitteln, werden gesucht", sagt Jonitz. Frank Michalak, Vorstand der AOK Nordost, betont einen weiteren Aspekt, der bei der Auswahl der Bewerbungen wichtig sein wird: "Egal, ob im Alltag, im Job oder im Gesundheitswesen, die Digitalisierung bietet zahlreiche neue Möglichkeiten, sich einfach und direkt auszutauschen und Wissen zu vermitteln. Digitale Angebote und Medien können Versicherte und Patienten dabei unterstützen, gesund zu bleiben und Krankheiten besser zu bewältigen. Wir sind beim Berliner Gesundheitspreis deshalb vor allem auch auf innovative Ideen gespannt, die helfen, unsere Gesundheitskompetenz im Zeitalter der digitalen Kommunikation zu stärken."
 


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