Wege zu einer besseren ländlichen Gesundheitsversorgung

AOK startet Initiative "Stadt. Land. Gesund."

Foto: Logo der Kampagne

25.02.19 (ams). Die Gesundheitsversorgung gehört zu den wichtigsten Infrastruktureinrichtungen - egal, ob in der Stadt oder auf dem Land. Das zeigt eine von der AOK in Auftrag gegebene aktuelle forsa-Umfrage mit rund 2.000 Befragten. Deutliche Unterschiede gibt es jedoch bei der Zufriedenheit damit. So sind Einwohner ländlicher Regionen deutlich unzufriedener mit dem Angebot an Krankenhäusern und Fachärzten. Eine Verschlechterung nehmen vor allem Befragte kleinerer und mittlerer Städte häufiger wahr. "Die AOK nimmt die Umfrageergebnisse ernst. Eine gleichermaßen gute medizinische Versorgung in Stadt und Land sicherzustellen, ist uns wichtig. Deswegen werden wir unser Engagement auf dem Land verstärken", sagte Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, anlässlich des Starts der AOK-Initiative "Stadt. Land. Gesund." am 20. Februar 2019.

Projekte für die ländliche Versorgung

"Viele unserer Versicherten leben in ländlichen Regionen. Wir wollen, dass auch künftig auf dem Land eine qualitativ hochwertige Versorgung gut erreichbar bleibt", erklärte Dr. Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, bei der Eröffnungsveranstaltung. Aus diesem Grund hat die AOK bereits über 100 Projekte in ganz Deutschland erfasst, die zur Sicherung der ländlichen Versorgung beitragen. "Im Kern geht es um vier verschiedene Ansätze. Das sind die sektorenübergreifende Versorgung, Versorgungsassistenzen, Digitalisierung und Arztnetze", so die Chefin der AOK Bayern. Außerdem werden die AOKs im laufenden und kommenden Jahr über 100 Millionen Euro zusätzlich in den Ausbau bestehender Projekte und in die Entwicklung neuer Konzepte investieren. Damit knüpft die AOK direkt an die Ergebnisse der forsa-Studie an. So erreichen Angebote wie die mit Ärzten abgestimmte Betreuung durch speziell geschulte Fachkräfte oder mobile Arztpraxen eine hohe Akzeptanz bei den Befragten. Auch die Nutzung von Videosprechstunden kann sich jeder Zweite vorstellen. Dr. Irmgard Stippler sieht sich durch die Ergebnisse bestätigt. Digitale Lösungen und Delegationsansätze würden dafür sorgen, dass bei der Behandlung räumliche Distanz überwunden wird und Patienten einen schnelleren Zugang zur Versorgung bekommen. Wichtig sei die Erkenntnis, dass die Sicherstellung der ländlichen Versorgung nur zu bewältigen sei, wenn alle maßgeblichen Gesundheitsberufe und -bereiche mit ihren Einrichtungen und Institutionen kooperieren und eng zusammenarbeiten. "Weder eine Berufsgruppe allein noch ein Gesundheitssektor allein, auch keine Krankenkasse allein, kann die Versorgung der Zukunft gestalten", so Stippler.


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