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ams-Foto: Sofort, immer, überall - das ist nicht ideal

Die Aufschieberitis (Prokrastination) ist ein weit verbreitetes Phänomen, das sich manchmal auch nachteilig auswirken kann. Doch auch das Gegenteil, die Präkrastination, ist kein Idealzustand. Wer präkrastiniert, meint, Aufgaben immer sofort erledigen zu müssen. "Präkrastination klingt zunächst einmal sehr motiviert. Die Betreffenden möchten Aufgaben direkt abarbeiten, um sie aus dem Kopf zu haben oder auch, um sich Anerkennung zu verschaffen. Man kann sich damit aber auch schnell in ein Burnout manövrieren", so Dr. Sylvia Böhme, Psychologin und Psychotherapeutin bei der AOK. Ideal ist ein gutes Mittelmaß zwischen Pro- und Präkrastination. Die Last unerledigter Aufgaben löst bei Präkrastinierern so starken Stress aus, dass sie die Aufgaben schnell erledigen möchten, um den Stress zu reduzieren. Diese Last lässt sich mit einem überlegten Arbeitsmanagement und gezielten Pausen jedoch ebenso leicht reduzieren.

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