Frühstück: Der Energie-Schub für den guten Schultag

Dreimal A

11.05.15 (ams). Ein gutes Frühstück ist die Grundlage, um sich auf Deutsch, Mathe & Co. konzentrieren zu können. Das wissen die meisten Eltern. Macht Ihr Kind Ihnen trotzdem regelmäßig morgens einen Strich durch die Rechnung und zieht mit leerem Bauch los? "Dann könnte Ihnen A + A + A beim Frühstück weiterhelfen", sagt Anita Zilliken, Ernährungswissenschaftlerin der AOK,  und löst auf: "Gemeinsam aussuchen, Abwechslung bieten und appetitlich herrichten."

Sind die Jungen und Mädchen klein, frühstücken sie meist noch gern und ausgiebig. Bei älteren Kindern wird es gelegentlich schwierig, sie zum Frühstücken zu animieren. "Oft lassen Eltern ihre Kinder dann mit leerem Magen aus dem Haus. Nicht selten bringen die Kinder die Brotbox samt Proviant wieder mit", sagt Zilliken. Dabei sind das Frühstück zu Hause und das Pausenbrot in der Schule wichtige Energielieferanten, um sich konzentrieren zu können und den Tag auch körperlich gut durchzustehen. Wenn Eltern bemerken, dass das Kind nichts anrührt, sollte gemeinsam nach den Ursachen gesucht werden.
Möglichweise

  • herrscht morgens zu viel Zeitdruck und Hektik,
  • herrscht Langeweile auf dem Teller,
  • bekommt das Kind am frühen Morgen einfach keinen Bissen herunter.

Ist der Zeitdruck der Hauptgrund, dann versuchen Sie, morgens eine Viertelstunde eher aufzustehen, und frühstücken Sie gemeinsam. Zilliken: "Das ist nicht nur gut für die optimale Versorgung, sondern auch fürs Familienleben."

Mal was Süßes ist erlaubt

Wenn dem Kind das angebotene Frühstück nicht schmeckt, überlegen Sie gemeinsam, was es gerne essen würde. Eltern sollten dabei darauf achten, dass auch Gesundes und nicht nur Süßes auf dem Tisch und in der Brotdose landet. "Eltern sind häufig angenehm überrascht, wie viel gesunde Auswahl die Kinder dann doch für sich treffen", sagt Zilliken. Und: Mal was Süßes darf es ja durchaus sein.

Beispiele für ein gutes Kinderfrühstück zu Hause sind:

  • Müsli - am besten ohne Zuckerzusatz - mit Milch, Nüssen, Rosinen, frischem Obst,
  • Vollkornbrot, zum Beispiel mit Quark und Bananenscheiben.

Je nach Vorliebe kann man variieren. Vielleicht mag das Kind morgens nur eine Banane essen und ein Glas Milch trinken. Oder es isst eine Scheibe Brot, aber kein Obst dazu. Wenn es gar nicht essen möchte, dann können Eltern versuchen, dass es wenigstens ein Glas Milch, einen Kakao oder einen Fruchtsaft trinkt.

Lust aufs Essen machen

"Je nachdem, ob und was zu Hause gefrühstückt wird, sollte man darauf achten, wie das Pausenbrot aussieht", sagt Zilliken. Damit der Inhalt der Brotbox auch gegessen wird, ist es wichtig, ihn appetitlich herzurichten. "Kinder lieben es abwechslungsreich." Gerade kleinere Kinder kann man zudem mit lustiger Optik Lust aufs Essen machen:

  • Verschiedene Brottypen von Grau- über Schwarzbrot bis Vollkornbrötchen oder die Kombination verschiedener Brotsorten. Vollkornbrot liefert Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe, die länger fit halten als helles Brot.
  • Variieren Sie Brotsorten auch mit Muffins, Wraps und Knusperstangen, Bagels, Pita-Brot oder Tortillas. Allein dadurch wird das Frühstück optisch abwechslungsreicher.
  • Als Brotbelag sind unter anderem Käse, fettarme Wurstsorten oder vegetarische Aufstriche - kombiniert mit Salatblättern, Paprikastreifen oder Apfelstückchen - möglich.
  • Viele Kinder lieben Brottürme oder auch Brotspieße. Gerade kleinere Kinder essen ihr Brot gern, wenn es mit Förmchen ausgestochen wurde oder wenn aus Gemüse oder Obst ein Gesicht daraufgelegt wird.
  • Geschnittenes Obst und Gemüse als Beilage - am besten in einer Extra-Box. "Lassen Sie Ihr Kind auswählen, was es möchte. Oft sind Kinder allein schon dadurch für Obst und Gemüse zu begeistern, dass es aufgespießt ist", sagt Zilliken.
  • Als weitere Energielieferanten kommen Joghurts oder andere Milchprodukte sowie Trockenobst und Nüsse in Frage.
  • Möchte das Kind kein Brot mitnehmen, probieren Sie es mal mit Müsli in einer kleinen Dose und Milch in der Flasche zum Mixen vor Ort.
  • Zum gesunden Frühstück gehört unbedingt auch das Trinken: Geben Sie Ihrem Kind ausreichend Wasser, Schorle oder ungesüßten Tee mit.

Je älter die Kinder werden, desto weniger steht für sie die witzige Optik im Vordergrund. Dennoch ist auch für sie die ausgewogene Kombination aus Brot, Obst und Gemüse sowie Milchprodukten wichtig, um genug Energie fürs Lernen zu haben. "Wenn Sie vermeiden wollen, dass die Kinder in der Pause ihr Taschengeld am Kiosk für Süßes ausgeben, dann lassen Sie sie möglichst viel für ihre Brotbox selbst aussuchen", rät die AOK-Ernährungswissenschaftlerin. Der gemeinsame Einkauf macht Lust auf eine gesunde Auswahl für die Brotbox. Zilliken: "Die Kinder haben so das Gefühl, selbst für sich zu sorgen und entscheiden zu können.“"Viele Kinder lassen sich auch Appetit machen, wenn sie sich mit den Eltern im Internet Bilder gesunder Frühstücksvarianten anschauen.


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