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Unterstützung für Angehörige

Familiencoach Krebs

20.12.21 (ams). Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 500.000 Menschen neu an Krebs, wie Zahlen des Robert Koch-Instituts und des Deutschen Krebsforschungsinstituts belegen. Die Diagnose ist für Betroffene oft ein Schock - aber auch für ihnen nahestehende Menschen. Der Familiencoach Krebs der AOK richtet sich an Angehörige von Menschen, die an Krebs erkrankt sind. Das Programm unterstützt Familienmitglieder, Freundinnen und Freunde und hilft ihnen, sich selbst vor emotionaler, körperlicher oder sozialer Überlastung zu schützen.

Entwickelt wurde der Familiencoach Krebs in Zusammenarbeit mit Expertinnen des Universitätsklinikums Leipzig und des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums. Das Online-Angebot informiert auch über die Entstehung, Diagnose und Behandlung der häufigsten Krebserkrankungen und beantwortet sozialrechtliche Fragen, die im Zusammenhang mit der Erkrankung eines nahestehenden Menschen entstehen können. Es ist für alle Interessierten anonym und kostenfrei nutzbar.

Modularer Aufbau

Das Unterstützungsprogramm ist modular aufgebaut. Im Bereich "Gut für sich sorgen" geht es beispielsweise um Strategien zur Bewältigung der eigenen psychischen Belastungen, im Bereich "Beziehungen stärken" um schwierige Gespräche mit Angehörigen, das Sprechen mit Kindern über die Erkrankung oder um den Einfluss von Krebserkrankungen auf die Sexualität. Der Themenbereich "Sich hilfreich fühlen" zeigt Möglichkeiten zur Unterstützung der erkrankten Angehörigen auf - zum Beispiel den richtigen Umgang mit Angst, Wut und Frustration infolge der Erkrankung. Auch die palliative Therapie, also die Behandlung im Falle einer nicht mehr heilbaren Erkrankung, wird im Programm thematisiert. In den Themenbereichen "Wissen über Krebs", "Behandlungen" und "Krebsarten" steht die Information über die Erkrankung und die modernen Therapiemöglichkeiten im Vordergrund.

Informationen sind wissenschaftlich fundiert

Nutzerinnen und Nutzer erfahren, welche neuen Behandlungsmethoden in den vergangenen Jahren entwickelt wurden und was sie selbst tun können, um Erkrankte beim Gesundwerden zu unterstützen. Und sie können nachlesen, was eine Krebserkrankung in der Familie für das eigene Risiko oder für das der Kinder bedeutet. Alle Informationen sind wissenschaftlich fundiert. Damit das Programm eine echte Hilfe darstellt und sich an den Bedürfnissen der Betroffenen orientiert, wurden Angehörige von Anfang an in die Entwicklung eingebunden.